wientipps-figlmueller

Mein persönlicher Wien Tipp:
Super-Schnitzel gibt es beim Figlmüller (1. Bezirk). Ist echt urig da.
Lasst euch nicht von den unfreundlichen Kellnern abschrecken, gehört dazu. Kleiner Tipp: Der original Figlmüller ist in der Wollzeile.
Das Lokal muss man schon mal gesehen haben. Allerdings bekommt man dort so gut wie nie einen Platz, es ist picke-packe voll und super eng. Schöner ist das zweite Haus um die Ecke in der Bäckerstraße. Sind nur 5 Min. von der Wollzeile entfernt. Die Schnitzel sind die gleichen.

 

Figlmüller Schnitzel – ein 30 cm großes Stückchen Wien

Im Jahre 1905 eröffnete Johann Figlmüller in der Wollzeile in Wien ein kleines Weinlokal. Heute wird das Restaurant bereits in der 4. Generation geführt, und das von niemand geringerem als seinen Urenkeln Thomas und Hans junior.

Das Restaurant in der Wollzeile wird heute oft als “Heimat des Schnitzels” bezeichnet und verkörpert die Wiener Lebensart wie kein anderes.
Man hat die Wahl zwischen 14 verschiedenen Gerichten, deren Vielfalt von Schnitzeln, über Kalbsrahmgulasch bis hin zu Spinatknödeln reicht.
Das beliebteste Gericht ist aber wohl das “Original Wiener Schnitzel vom Kalb mit Erdäpfel-Vogerlsalat”, was selbst über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist.

Was auffällt, wenn man die Speisekarte betrachtet: Es gibt weder Mehlspeisen, noch wird Bier oder Kaffee ausgeschenkt.
Das ist auf eine Tradition Johann Figlmüllers zurückzuführen, die bis heute gewahrt wird.
Wer nicht auf sein Bier zum Schnitzel verzichten mag oder einen süßen Zahn hat, ist in der Bäckerstraße 6 gut aufgehoben.
Dort befindet sich seit 2001 das zweite Restaurant der Figlmüllers. Neben frisch gezapften Bier werden hier auch hausgemachte Nachspeisen serviert, und die Chance auf einen Sitzplatz ist viel größer als in der Wollzeile.

Besonders ist die einzigartige und aufwendige Zubereitung des Schnitzels, die ein traditionelles Figlmüller-Schnitzel ausmacht, allemal.
Verwendet wird nur das beste Fleisch von der Karreerose (komplett von Fett, Knochen und Sehnen befreiter Rücken vom Schwein).
Das mindestens 250 g schwere Stück Fleisch wird so lange geklopft, bis es eine Durchmesser von ungefähr 30 cm erreicht hat. Anschließend kommt dann die Panier, die – neben den klassischen Zutaten wie Mehl und Ei – aus Bröseln der extra für Figlmüller gebackenen Kaisersemmeln besteht.
Angebraten wird das Schnitzel dann in insgesamt drei verschiedenen Pfannen.
Innerhalb weniger Sekunden wird das Schnitzel im heißen Fett der ersten Pfanne angebraten und anschließend in den beiden anderen Pfannen bei geringer Hitze schonend ausgebacken, bis es seine berühmte goldgelbe Farbe erhält.

Will man sich den “Wiener Geschmack” nach Hause holen, findet man das Rezept für das perfekte Wiener Schnitzel online auf der Seite von Figlmüller.
Oder soll es doch lieber gleich das Rezeptbuch von Urgroßmutter Anna Figlmüller sein?
Auf insgesamt 232 Seiten findet man in “Figlmüller, Wiener Küche” alles, was das Wiener Herz begehrt.

Auch für echte Schnitzel-Fans, die ihre Liebe zum Schnitzel gerne nach außen tragen, haben sich die Figlmüllers etwas einfallen lassen:
Im Online-Shop des Restaurants gibt es T-Shirts für Männer und Frauen mit dem Aufdruck
“I ♥ Schnitzel”.
Wer es etwas dezenter mag, hat die Möglichkeit, sich eins von fünf verschiedenen Armbänder mit gleichnamiger Gravur zu bestellen.

Egal, ob einfach nur hungrig oder absoluter Schnitzel-Fanatiker, bei Figlmüller ist sowohl online, als auch offline für jeden Geschmack etwas dabei!