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Mein persönlicher Wien Tipp:
Die beste Sachertorte gibt es tatsächlich im Hotel Sacher. Ist nur sauteuer und ihr müsst sie mit Schlagobers bestellen, sonst zu trocken. Schwierig ist es, einen Platz im Café zu bekommen. Die Torte gibt es auch außer Haus.

Die Entstehung der Sacher-Torte

Die Sacher-Torte ist heute eine der beliebtesten und bekanntesten Torten der Welt. Doch wer hat sie erfunden und wie kam es dazu?

Die Entstehung der Sacher-Torte begann mit dem Auftrag Fürst Metternichs, der 1832 seiner Hofküche befahl, einen einzigartigen Nachtisch für sich und seine Gäste zu kreieren. Da der Chefkoch der Hofküche jedoch an diesem Abend krank war, musste der damals erst 16-jährige Franz Sacher einspringen, der zu diesem Zeitpunkt noch Konditorlehrling war.

„Dass er mir aber keine Schand‘ macht, heut Abend!“

So entstand an diesem Abend die Sacher-Torte in ihrer Grundform. Die Torte schmeckte allen, doch weitere Beachtung wurde ihr trotzdem nicht geschenkt. Es dauerte mehr als 16 Jahre, bis die Sacher-Torte schließlich bekannt wurde.

Franz Sachers ältester Sohn Eduard (1843-1892), der eine Ausbildung in der Hofzuckerbäckerei Demel machte, war schließlich derjenige, der das Rezept der Sacher-Torte vollendete. Zu kaufen gab es die Torte dann zuerst in der Hofzuckerbäckerei, später schließlich auch im heute so berühmten Hotel Sacher, das von Eduard Sacher 1876 gegründet wurde.

Auch heute, fast 200 Jahre später, ist die Sacher-Torte noch immer eine der bekanntesten Delikatessen Wiens. Im Jahr stellt allein das Hotel Sacher etwa 360.000 Sacher-Torten her. Dafür werden die beachtlichen Summen von 30 Tonnen Mehl, 80 Tonnen Zucker, 25 Tonnen Butter, 70 Tonnen Schokolade, 37 Tonnen Marillenmarmelade und sage und schreibe 1,2 Millionen Eier verarbeitet.

Der Teig der berühmten Torte wird auch als “Sachermasse” bezeichnet. Was die Füllung angeht, gibt es einen kleinen Unterschied zwischen der “Demel’s Sachertorte” und der “Original Sacher-Torte”.

Die “Original Sacher-Torte” besteht aus zwei Marmeladenschichten, eine davon unter der Kuvertüre, die andere in der Mitte des Teiges. Der Teig wird hierfür aufgeschnitten und mit der Marmelade bestrichen. Die von Demels hergestellte Sachertorte hingegen besteht lediglich aus einer Marmeladenschicht, die sich unterhalb der Kuvertüre befindet. Dabei ist die Sorte der verwendeten Konfitüre nicht egal, es darf nur Marillenkonfitüre verwendet werden.

Zwar gibt es unzählige Rezepte zum Nachbacken der Torte im Internet, die “Originale Sacher-Torte” ist jedoch seit ihrer Erfindung „streng gehütetes Geheimnis“ des Hotels Sacher.

Möchte man ein Stück der „Original Sacher-Torte“ probieren oder gleich eine ganze Torte kaufen, so hat man lediglich die Möglichkeit, dies in einem der Hotels Sacher in Wien und Salzburg, in einem der Cafés Sacher in Graz und Innsbruck, im Sacher Shop in Bozen, oder über den angebotenen Online-Shop zu tun.

Es lohnt sich also, bei einem Besuch in Wien mal vorbei zu schauen.